Die Laudatio zum Unternehmerpreis 2022

Die Laudatio von Prof. Mathieu Segers anlässlich der Verleihung des Unternehmerpreis 2022 des Business Clubs Aachen Maastricht an Camille L.J.M. Oostwegel Sr.

 

Laudatio

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
in der Einladung zu dieser Preisverleihung stand: „Der Name ‚Oostwegel‘ ist bei unseren niederländischen Nachbarn Synonym für Spitzengastronomie, Kultur und Nachhaltigkeit.“
Ich selbst stamme von der anderen Seite der deutsch-niederländischen Grenze und kann bestätigen, dass das stimmt. Die einzigartige Ausstrahlung der Luxushotels und der Schlösser der Oostwegel Collection reicht jedoch weit über die Provinz Limburg und die Niederlande hinaus.
Die internationale Ausstrahlung des Werks von Camille Oostwegel ist tatsächlich außergewöhnlich. Dies an sich ist eine besondere Leistung. Eine Leistung, die durch ausdauernde, professionelle und ideenreiche Arbeit erzielt wurde. Und das jahrzehntelang. Es ist auch eine Leistung, die sicher Preise verdient. Auf jeden Fall auch Unternehmerpreise, wie den Preis, der hier heute verliehen wird: der renommierte Unternehmerpreis des Business Clubs Aachen Maastricht.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
es ist mir eine besondere Ehre und Freude, dass ich bei dieser Preisverleihung eine Laudatio halten kann. Umso mehr, da der Unternehmerpreis, der hier heute verliehen wird, besonders ist. Sie werden sich fragen, warum.
Ein Unternehmen wie das von Camille Oostwegel verdient Preise. Das sagte ich bereits. Der heute verliehene Preis ist deshalb so besonders, weil es dabei nicht nur um die Form des Unternehmens geht – also den sichtbaren Erfolg und die Ausstrahlung, den messbaren Effekt – sondern auch, und eigentlich vor allem, um etwas anderes. Und zwar nicht um die Form, sondern um die Idee. Und es ist genau diese Idee, durch die die Form unwiderstehlich ist. Nicht umgekehrt.
Die Idee ist sowohl der Keim als auch die Frucht des Werks von Camille Oostwegel. Die Idee trägt die Stabilität und treibt die Veränderung voran, die den Erfolg von Camille Oostwegel stützt. Und in dieser Idee kommen die Talente von Camille Oostwegel zusammen, aber auch seine Zweifel, seine persönlichen Leidenschaften und die Kreuze, die er trägt.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
nichts ist so selten wie eine gute Idee. Aber auch nichts so anfällig wie eine gute Idee, denn eine gute Idee ist eine Idee, die die Früchte des Erfolges trägt.
Und wir, die wir hier zusammen sind, wissen, wie es sich mit dem Erfolg verhält: Nach dem Erfolg ist es der Erfolg eines jeden. Man sagt: „Im Nachhinein sind alle klüger.“ Kaum hat man gemerkt, dass der Erfolg eingetreten ist, droht schon überall die Gefahr, dass er sich wieder verflüchtigt.
Mit einer Idee zu leben, die man pflegen möchte, ist daher nicht nur ein reiches Leben. Es ist auch oft einsam und ungewiss. Und tatsächlich: Das Leben mit einer Idee ist anders. Es ist voller Widersprüchlichkeiten, die nicht gelöst werden können. Das Hauptproblem ist vielleicht die inhärente Spannung zwischen „innen“ und „außen“. Was ich damit meine?
Nur wenig ist so schwierig wie der Bau von Brücken zur Welt außerhalb der faszinierenden Vorstellung in der inneren Welt der Persönlichkeit – der inneren Welt, in der jede Idee entsteht. Die Enthüllung dieser inneren Welt gegenüber einer Öffentlichkeit außerhalb erfordert Kühnheit und Mut sowie einen Balanceakt zwischen Schweigen und Ausdruck. Versteht man, was Sie meinen? Die Antwort auf diese Frage hat man nie in der Hand.
Die Herstellung einer Verbindung zwischen innen – also der inneren Welt Ihrer höchstpersönlichen Idee – und außen, den Menschen um Sie herum, ist kurzum keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Für diese Verbindung muss nicht nur Verständnis, Glaube und Vertrauen anderer vorhanden sein, sie muss auch ständig verteidigt werden. Anders gesagt: Alles moet bevochten worden.[1] Daran scheitern die meisten, von Anfang an oder nach einiger Zeit.
Wie die Idee von Camille Oostwegel aussah und aussieht, wissen wir nicht genau. Und werden es auch nie genau wissen. Wir wissen nur, dass sie da ist. Und dass sein Unternehmergeist daher mehr an Kunst als an Buchhaltung erinnert. Der Unternehmergeist von Camille Oostwegel ist wie wahrhaftige Kunst: Die Form folgt einer Idee, einer Idee, die persönlich ist, doch zugleich das Potenzial hat, die Gemeinschaft zu berühren.
Und aufgrund dessen können wir etwas über die Idee von Camille Oostwegel sagen, auch wenn wir sie nicht ganz kennen. Wir sind schließlich die Gemeinschaft, mit der der Unternehmer Camille Oostwegel kommuniziert.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
als der österreichische Autor Joseph Roth – Chronist des Zerfalls von Österreich-Ungarn – 1924 die ukrainische Stadt Lemberg (heute Lviv) besuchte, notierte er in seinem Tagebuch Folgendes:
„Es ist die Stadt der verwischten Grenzen.“[2]
Wenn Europa aus etwas besteht, dann aus Orten wie Lviv, Orten der „verwischten Grenzen“, Orten der Mehrsprachigkeit, Orten der Vielfalt und Variation. Diese Orte sind wie Pflöcke in unserer europäischen Geschichte voller Wirren. Die Städte Maastricht und Aachen gehören sicher auch dazu. Auch unsere Städte sind europäische Orte mit „verwischten Grenzen“.
Und wie so viele europäische Regionen ist auch unsere Region eine Region der Begegnung und Übersetzung, der Verbindungen über Flüsse und Grenzen. Es ist eine Region der Begegnung an Quellen und des Aufeinandertreffens von Welten und Zivilisationen, ein Ort des innereuropäischen Transits. Es ist die Region von Mosae Trajectum und Aix-la-Chapelle.
In dieser Region wurde Camille Oostwegel 1950 geboren, in Houthem-Sint Gerlach. Der Ort liegt im Maastrichter Raum und ist zweifellos ein „Teil der rheinisch-westlichen Kulturwelt“, wie Herbert Blankenhorn, die rechte Hand Konrad Adenauers, den französisch-deutsch gefärbten Teil Europas beschrieb, der auch die Heimat des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland war.[3]
Wie viele von uns ist Camille Oostwegel ein Kind dieser Welt, dieser Kultur, dieser Welt der verwischten Grenzen und offenen Geschichten.
In dieser Welt üben die Menschen, vielleicht gerade aufgrund dieser Offenheit in Bezug auf das Schicksal so häufig Zurückhaltung, auch als Gemeinschaft. Ja, wir wissen, dass unsere Gemeinschaften oft wie Austern wirken und diese Verteidigungshaltung gegenüber der Außenwelt die Kehrseite der Kunst des Genießens und der Liebe ist, der Joie de vivre und der Schönheit, die in dieser Region und ihrem Erbe so reichhaltig vorhanden sind.
In dieser Zurückhaltung unserer Volksart lebt die Stille, die Emotionen lädt, die diese Region so unwiderstehlich sinnlich machen können.
Es ist diese Kulturwelt, in der sich Camille Oostwegel als beispielhafter Hüter, Schirmherr und Verwalter bewährt hat. Sein höchst beeindruckender kultureller Lebenslauf steht seinem Lebenslauf als Hotelier in nichts nach; zudem sind beide untrennbar miteinander verbunden.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
vielleicht ist es kein Zufall, dass die Hotelierlaufbahn von Camille Oostwegel an den südlichen Küsten des Mittelmeers begann. Seine professionelle Odyssee begann 1972 als assistierender Direktor des Hotels „Les Mimosas“ in Tabarka, Tunesien. Dies war sein Startpunkt für eine Karriere von über einem Jahrzehnt in der frankophonen Hotelleriewelt, eine klassische und detaillierte Ausbildung „on the job“, die ihn u. a. als Geschäftsführer immer weiter aus Frankreich hinausführte und seinem Geburtsland näherbrachte, wobei der Weg in die Heimat über Frankreich natürlich ein vertrauter Weg sein konnte.
Und diesen Weg sollte er nie verleugnen. Seine französische Ausbildung hat Camille Oostwegel immer weiterentwickelt, nie vernachlässigt, immer aktiv vermittelt. Camille Oostwegel war von 2002 bis 2021 Honorarkonsul von Frankreich und erhielt am 2. Juli 2021 den Orden „Chevalier dans l’ordre de la Légion d’Honneur”, also des Ritters der Ehrenlegion. Es ist die höchste französische Auszeichnung, die ihm vom französischen Botschafter in den Niederlanden, Monsieur Luis Vassy, verliehen wurde.
Als er in seine Geburtsregion zurückgekehrt war, gründete Camille Oostwegel 1980 das Unternehmen, das nun Oostwegel Collection heißt. Die Verflechtung mit Kultur, Erbe und transeuropäischer Geschichte war von Anfang an unverkennbar. Zum Zeitpunkt der Gründung liefen bereits die ersten Verhandlungen über das verlassene denkmalgeschützte Landgut St. Gerlach. Danach ging es allmählich weiter.
1980 und 1984 wurden die sehr verlustträchtigen Schlösser Erenstein (in Kerkrade) und Chateau Neercanne (in Maastricht) übernommen. Und vor allem: wach geküsst und restauriert, verschönert und revitalisiert. Das war der Anfang eines ungeahnten Impulses für das Erbe unserer Region und der Stadt Maastricht, der bis heute andauert und inzwischen unter anderem auch das Hotel Winselerhof und das Kruisherenhotel in Maastricht umfasst.
Heute sind viele der Edelsteine in der Krone der Oostwegel Collection nicht nur fantastische Hotels und Restaurants oder glanzvoll restauriertes und eindrucksvolles Erbe, das Geschichten aus früheren Zeiten erzählt – sie sind auch Erinnerungsorte, lieux de mémoires, für Schlüsselmomente der zeitgenössischen europäischen Geschichte und Weltgeschichte.
Dass Camille Oostwegel im Zuge seiner Karriere auch das noch erreichte, charakterisiert seinen Unternehmergeist und seine Person.
So war Camille Oostwegel Gastgeber Ihrer Majestät Königin Beatrix und der europäischen Regierungschefs beim Staatsbankett im Rahmen der entscheidenden Verhandlungen über den Vertrag von Maastricht im Dezember 1991 auf Château Neercanne.
Diese erfolgreichen Verhandlungen waren der Abschluss der turbulenten Wende in der europäischen Geschichte. Sie begann mit dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 und markierte das Ende einer 75-jährigen Ära vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs bis 1990. Diese Zeit beschreibt der berühmte britische Historiker Norman Davies als eine Ära von 75 Jahren, in der Europa „durch den längsten seiner Bürgerkriege geteilt“ war.
Der längste europäische Bürgerkrieg endete 1990 mit dem Friedensvertrag mit und über Deutschland. Dieser Vertrag beendete die teilende Ordnung von Jalta und Potsdam und brachte Deutschland die Wiedervereinigung. Der Friedensvertrag von 1990 legte auch den Grundstein für das Ende des Kalten Krieges und ein vereintes Europa, unterstützt vom Prozess der europäischen Integration und verankert im Vertrag über die Europäische Union, der vor fast 31 Jahren in Maastricht unterzeichnet wurde. Chateau Neercanne ist der transeuropäische Erinnerungsort für diesen Moment, Camille Oostwegel sein Hüter und Verwalter.
Es war in jenen Jahren, als der kürzlich verstorbene Michael Gorbatschow, dessen Hand Camille Oostwegel damals auch schüttelte, die berühmten Worte gesprochen haben soll: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Es ist ein Satz, der zur Mission passt, die Camille Oostwegel als Unternehmer kennzeichnet: ein Mann der Kunst und Tatkraft, wie die herausragendsten Politiker, doch dann in seiner Branche, der Hotellerie mit einem großen H.
Mit Camille Oostwegel als Gastgeber kamen zahlreiche Hauptakteure der modernen europäischen Geschichte zusammen und wurden Momente historischer Bedeutung möglich. Unter den Gästen von Camille Oostwegel waren die Mitglieder der Zentralbank der neuen europäischen Währungsunion, der amerikanische Präsident George Bush jr. und die First Lady Laura Bush sowie die US-Außenministerin Condoleezza Rice.
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
die Nähe von anderen ist ein Wesensmerkmal des Lebens in Europa. Die Geschichte Europas beginnt mit der Verflechtung von Familien und Regionen; mit den Realitäten lokaler Gemeinschaften, die eine gesamteuropäische Geschichte schreiben, die nicht von Nationen handelt, sondern von Familien.
Oder in den Worten von Sigmund Freud: „Geschichte ist Familiengeschichte“.
Europas Zukunft ist weniger in Brüssel als an Orten in den Regionen verankert.
• Das sind Orte, an denen die offizielle Geschichtsschreibung ungenau wird.
• Das sind Orte, an denen Familienbande alt und oftmals durch Migration geprägt sind, und an denen Vielfalt Inspiration ist und zugleich Angst schürt.
• Das sind elegante kleine Städte und Provinzhauptstädte, in denen Bescheidenheit und Stolz um Vorherrschaft kämpfen und Kettenreaktionen gezündet werden. Städte wie Aachen und Maastricht oder Sarajevo, Belfast und Lviv.
Camille Oostwegel kennt diese europäische Wirklichkeit. Er weiß dort den Weg und kann eine wegweisende Rolle übernehmen. Dank der Kenntnisse und Erfahrung, nach denen er diese Fähigkeit immer weiter ausgebaut und verfeinert hat, kann er als Unternehmer in seinen Märkten navigieren wie kein anderer. Und er hat dabei nie vergessen, dass die Familie dabei entscheidend ist und die entscheidende Quelle der Kraft sein kann, immer, was auch geschieht. Die Bedeutung der Familie hat Camille Oostwegel beim europäischen Gedanken und bei seinem Erfolg verinnerlicht.
Und zum Erfolg von Camille Oostwegel kommt heute der renommierte Unternehmerpreis des Business Clubs Aachen Maastricht hinzu. Es war mir eine große Ehre, dieser erfreulichen Tatsache und dem europäischen Gedanken von Camille Oostwegel, der dieser Tatsache zugrunde liegt, eine Laudatio zu widmen.
Gerne schließe ich meine Laudatio mit einem Gedanken des deutschen Philosophen Hans-Georg Gadamer ab:
„Das Erscheinen eines Dinges ist vom Ding selbst notwendig verschieden, denn das Ding als solches ist nicht seine Erscheinung. In diesem Sinne muss man sagen, die Erscheinung ist das Außersichsein des Erscheinenden. Das Außersichseiende muss aber in einem Anderen sein.“[4]
Ein solcher Moment der Verbindung, das hier beschrieben wird, kann beispielsweise mit Kunst erzeugt werden. Camille Oostwegel beherrscht dies mit der Kunst des Unternehmens.
PROFICIAT, GRATULIERE CAMILLE OOSTWEGEL –– UND VIELEN DANK!
[1] Rosalie Sprooten, John Hoenen & Maarten van Laarhoven, Alles moet bevochten worden. Van eenmanszaak naar familiebedrijf(Hilversum: B for Books, 2022).
[2] Joseph Roth, Reisen in die Ukraine und nach Russland (München: C.H. Beck, 2015), p. 20.
[3] Herbert Blankenhorn, Verständnis und Verständigigung (Frankfurt: Propyläen, 1980), p. 43.
[4] Es handelt sich hier um Gadamers philosphie im Bezug auf „die Dialektik des Bildes“, dessen Gesetz man mit mit dem Tschechischen Philosophen Jan Patocka auf die hieroben zitierte Weise ausdrücken kann (Günter Figal (Hrsg.), Hans-Georg Gadamer. Wahrheit und Methode (Berlin: Akademie Verlag, 2011), p. 57.

Unternehmerpreis 2022

Der Name „Oostwegel“ ist bei unseren niederländischen Nachbarn Synonym für Spitzengastronomie, Kultur und Nachhaltigkeit. Zum internationalen Ansehen der niederländischen Provinz Limburg tragen die weithin bekannten Luxushotels von Camille Oostwegel, wie das Château St. Gerlach (Valkenburg), das Château Neercanne (Maastricht), das Kruisherenhotel (Maastricht) sowie der Winseler Hof und Kasteel Erenstein (jetzt ein Fletcher Hotel) bei.

Diese Hotels wurden von Camille Oostwegel, aus mehr oder weniger nicht genutzten historischen Ruinen und Klöstern, durch sein nachhaltiges Konzept und sein unternehmerisches Können nicht nur vor dem Verfall bewahrt, sondern zu Wahrzeichen und Vorbild gastronomischer Weltklasse.  

 

CHIO Empfang 2022

Der Business Club Aachen Maastricht freut sich, den diesjährigen CHIO Empfang, gemeinsam mit Merck Finck – A Quintet Private Bank wieder durchzuführen.

Bitte beachten Sie:

  • Falls Sie keine Dauerkarte oder Tribünenkarte besitzen, Sie nur mit einer Eintrittskarte (Sattelplatzkarte) Zutritt zu dem Turniergelände bekommen
  • Unser Empfang dieses Jahr im „PADDOCK CLUB“ stattfindet. Dem Lageplan auf der Rückseite der Einladung können Sie entnehmen, wo sich der PADDOCK Club befindet
  • Das Grußwort seitens des ALRV wird in Stellvertretung der Präsidentin, Frau Stefanie Peters, Herr Dr. Thomas Förl, Mitglied des Vorstands des ALRV, sprechen

Die Laudatio

Von Dr. Reinhard Zinkann am 7. Oktober 2021

Laudatio für Professor Dr. Martin Viessmann 

Sehr verehrte Frau Oberbürgermeisterin Keupen, sehr geehrter Herr Professor Daldrup, sehr geehrter, lieber Walter Maaßen, sehr geehrter Herr Professor Viessmann, lieber Martin, liebe Annette Viessmann, meine sehr verehrten Damen und Herren,
liebe Gäste!

Es ist für mich eine große Freude und bedeutet mir sehr viel, heute hier in dieser wunderschönen und geschichtsträchtigen Stadt einen Unternehmerkollegen würdigen zu dürfen, der – und das darf ich als langjähriger Weggefährte im Beirat seines Hauses, aber ganz besonders auch als Freund, unumwunden sagen – seinesgleichen sucht.

Wir haben soeben kurz etwas über das Programm des heutigen Tages mit einer Domführung gehört. Was hat dieser geschichtsträchtige Ort, eine Wiege des heiligen römischen Reiches deutscher Nationen, und als Franken Reich auch des heutigen Mitteleuropas mit Unternehmertum zu tun? Ein oberflächlicher Besucher erkennt nur ein prachtvolles Bauwerk, wobei insbesondere seine 8 bemerkenswerten Ecken im Inneren auffallend sind. Eine solche Kirche gibt es – wenn auch viel kleiner – nur noch einmal: In Ottmarsheim im Elsass ebenfalls aus dieser Zeit als geplante Kirche einer Kaiserpfalz, die aber, bis auf die Kirche, nicht realisiert wurde. Ebenso, aber aus dem gleichen Grund, hat die auf der Reichenau am Bodensee gefertigte Kaiserkrone des alten deutschen Reiches acht Platten, ist also oben auch rechteckig. Nun, das Geheimnis erschließt sich aus der damals als sehr wichtig erachteten Zahlensymbolik: Die Zahl 8 steht nämlich für den Neubeginn und dies nach der 7, der Zahl der Vollendung (worauf es viele Bezüge in der Bibel gibt). Acht also für den Neubeginn eines Reiches, die Wiedergeburt des römischen Cäsarentums.

Hier schließt sich nun der Kreis zu unserem Preis: Ein Unternehmer kann qua definition sein Werk nie als vollendet betrachten. Er sucht qua genetischen Code stetig den Neubeginn in einer Weiterentwicklung. Wie hat es Lampedusa in seinem berühmten Roman „Gattopardo“ den alten Fürsten sagen lassen:

„Wenn wir wollen, dass alles so bleibt wie es ist, müssen wir alles ändern.“

Zurück zu unserem heutigen Anlass. 

Gerade als einer der früheren Träger dieser Auszeichnung ist es für mich auch eine gewisse Herausforderung, dem Anspruch der Laudatio gerecht zu werden. Dies liegt nicht an der Person unseres Laureaten – ganz und gar nicht – aber wenn man den ehrenvollen Auftrag hat, Martin Viessmanns unternehmerische und persönliche Verdienste zu würden, weiß man kaum, wo man anfangen soll.

Da sind zum einen die Viessmann-Werke in Allendorf an der Eder, die Martin Viessmann als Geschäftsführender Gesellschafter fast 30 Jahre lang entscheidend geprägt hat – mit heute 2,8 Milliarden Euro Umsatz und 13.000    Beschäftigten. 

Ich zitiere von der Website:   

„Mit Wärme hat alles angefangen. Denn Wärme ist ein menschliches Bedürfnis, das Viessmann seit vier Generationen erfolgreich bedient. (Kleiner Einschub und erster Werbeblock: Wärme benötigen die Menschen von Anbeginn des homo sapiens als Heizung und auch zum Kochen. Hier findet sich eine gewisse Nähe zu dem Haus, für dass ich arbeiten darf.) Aber heute geht unsere Verantwortung weit darüber hinaus: Die Welt steht vor der Jahrhundertchance, ihre Energieversorgung nachhaltig zu verändern – und das Familienunternehmen Viessmann übernimmt Verantwortung. Dafür entwickeln und produzieren Mitarbeiter in über 70 Ländern integrierte Klima- und Energielösungen für Menschen und Unternehmen. Wir gestalten Lebensräume für zukünftige Generationen.“ 

Zitat Ende.

Wenn wir über nachhaltiges – und nachhaltig erfolgreiches Unternehmertum reden – braucht es aber weit mehr als (in Anführungsstrichen) „nur“ energieeffiziente und abgasarme Heizungsanlagen – Zweiter kleiner Werbeblock – Klammer auf: Dass Sie da bei Viessmann an der richtigen Adresse sind, versteht sich ohnehin von selbst. Klammer zu. 

Da ist zum Beispiel der Generationswechsel im Unternehmen, von manch anderem Familienunternehmer als notwendiges Übel oder gar demografische Zumutung empfunden. Martin Viessmann hat es selbst mit einem starken Vater erlebt, dass ein solcher Übergang nicht immer einfach ist. Umso bemerkenswerter ist es daher, dass er die Stabübergabe an seinen Sohn Max im Jahr 2017 als Chance für den strategischen Sprung nach vorn und auch eine kulturelle Erneuerung genutzt hat. Nach fast 30 Jahren als Geschäftsführer leitet er heute als Chairman den Verwaltungsrat seines Unternehmens. 

Schon Martin Viessmann selbst hatte den Familienbetrieb seines Vaters einem Kulturwandel unterzogen, jedoch ohne dabei dessen traditionelle Werte zu vernachlässigen. So verfolgte er konsequent einen globalen Ansatz, durch welchen er das Unternehmen neu aufstellte und ihm international zu großem Prestige verhalf. 

Jedoch: „Mir wurde klar, dass es Aufgabe der nächsten Generation ist, das Unternehmen digital zu transformieren. Denn sie hat nicht nur die fachlichen Fähigkeiten, sondern vor allen Dingen die kulturelle Kompetenz dafür“ – so wird Martin Viessmann im Wirtschaftsmagazin Capital zitiert, der sein Familienunternehmen zum angesehensten Unternehmen seiner Branche geformt und weltweit verzweigt hat. 

Nach all dem steht Martin Viessmann auch beispielhaft für eine Erkenntnis, die schon Goethe seinem Faust in den Mund gelegt hatte, die aber ebenso als Handlungsmaxime einer jeden Unternehmerfamilie dienen möge: „Was Du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen“. Oder, etwas salopper formuliert: „Mach was aus Deinem Erbe, bring Dich ein, sieh zu, dass Du an Deine Kinder mehr weitergibst, als Du einst selbst von einem Vater oder Deiner Mutter bekommen hast – anstatt es einfach nur zu „haben“ und die Früchte zu genießen.“ 

Mit welch außergewöhnlichem Erfolg Martin Viessmann diese Verantwortung gelebt hat, bedarf in diesem Kreis sicher keiner weiteren Vertiefung. 

Verehrte Gäste, ehe ich ein wenig näher darauf eingehe, auf welch vielfältiger Weise die Menschen in seiner Region und darüber hinaus von ihrem Mitbürger Martin Viessmann profitiert haben: 

Lassen Sie mich an eine ganz andere Facette des unternehmerischen Wirkens unseres Preisträgers erinnern, die nicht nur wegweisend war für die Zukunft des Stammwerkes in Allendorf – sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit der industriellen Produktion in Deutschland insgesamt.

Viele unter Ihnen ahnen es natürlich: Ich spreche von Martin Viessmann als DEM Wegbereiter der sogenannten Betrieblichen Bündnisse für Arbeit. 

Als der streitbare Unternehmer 1996 zur Sicherung seiner Wettbewerbsfähigkeit den Bau eines Werkes in Tschechien ankündigte, zeigte sich der Betriebsrat zu drei kostenfreien Überstunden pro Person und Woche bereit. So kam es zu einer maßvollen Senkung der Lohnstückkosten gegen Arbeitsplatz- und Standortgarantie. Es bedeutete aber auch Abweichung vom damals gültigen Tarifvertrag und ebenso vom Betriebsverfassungsgesetz. 

Doch was sich damals zunächst noch in rechtlicher Grauzone vollzog, breitete sich wie das sprichwörtliche Lauffeuer auch in anderen, meist mittelständischen Betrieben aus, für die die regulären, typischerweise auf Großunternehmen zugeschnittenen Tarifkonditionen kaum mehr verkraftbar waren. Letztendlich konnte sich dem auch die Gewerkschaft nicht entziehen. Heute sind die sogenannten tariflichen Öffnungsklauseln für abweichende Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat aus der Tariflandschaft nicht mehr wegzudenken.

Warum aber erzähle ich das so ausführlich?  

Erstens: weil man auch diese Geschichte kennen muss, will man verstehen, was den Unternehmer Martin Viessmann ausmacht. 

Zweitens: weil nur derjenige ein Unternehmen über Jahrzehnte erfolgreich steuern kann, der über die nötige Portion Mut, Standfestigkeit, Weitsicht und Augenmaß verfügt – und nicht davor zurückschreckt, auch mal ordentlich anzuecken. 

Oder, wie schon Dante in seiner göttlichen Komödie erkannt hatte: „Der eine wartet, bis die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.“  

Und drittens: weil letzten Endes vor allem die Menschen der Region von der damaligen Unbeugsamkeit Martin Viessmanns profitiert haben und weiter profitieren. 

Denn seinem Stammsitz im beschaulichen Allendorf an der Eder ist er stets treu geblieben und hat so einen kaum zu überschätzenden Beitrag für die Attraktivität und die Wirtschaft der gesamten Region: als Steuerzahler, Arbeitgeber und Ausbilder von überragender Bedeutung – und ebenso als engagierter Mitbürger und wertschätzender Nachbar. Auch in die Infrastruktur seiner Heimat hat er sich eingebracht. Wegen der extrem langwierigen – wie wir ja eingangs bereits von den Herren Daldrup und Maaßen gehört haben –  und etwas mühsamen Erreichbarkeit von Allendorf, hat er gleich einen Flugplatz gebaut, damit die Kunden aus aller Welt einfacher zu ihm ins Werk kommen könnten. Natürlich gehören auch entsprechende Übernachtungsmöglichkeiten in der Gegend zu diesem Programm. Kleine Schleichwerbung – die Dritte: Einen Besuch im Hotel Sonne im beschaulich schönen Frankenberg, kann ich nicht nur wegen der ausgezeichneten Küche sehr empfehlen! 

Verehrte Gäste, was ich Ihnen hier zeige, ist eine Liste mit mehr als 70 Institutionen oder Projekten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Martin Viessmann selbst gegründet oder initiiert hat und/oder die er durch persönliches und/oder finanzielles Engagement laufend unterstützt. 

Ich beginne in alphabetischer Reihenfolge mit… – nein, lieber nicht…

Ich nehme an, es ist in unser aller Sinne, wenn wir stattdessen einen gemeinsamen Blick werfen in die Begründung des Kuratoriums zur Entscheidung über die heutige Preisverleihung. 

Ich zitiere:

„Seine Initiativen und Engagements zum Gemeinwohl sind zahllos. Es kann nur stichwortartig hingewiesen werden auf: 

  • Die Förderung der Bildung durch Unterstützung von Universitäten und Fachhochschulen in Marburg, Kassel, Darmstadt und Gießen
  • Je eine Stiftung in Hof beziehungsweise in Allendorf
    • zur lokalen Förderung von Kultur, Bildung, Jugend, Altenhilfe 
    • zur Förderung ingenieur- und naturwissenschaftlicher Forschung
    • sowie zur Förderung von Wissenschaft, Forschung, Gesundheitspflege, Erziehung, Berufsbildung, Kunst und Kultur. 
  • Darüber hinaus unterstützt Martin Viessmann ein Schulungsprogramm für Flüchtlinge und engagiert sich bei dem Natur-, Umwelt-, Tierschutz und der Denkmalpflege. 

Wer neben seinen unternehmerischen Leistungen auf eine solche Fülle von Wohltaten für die Allgemeinheit blicken kann, der ist in jeder Hinsicht ein nicht nur auszuzeichnender, sondern ausgezeichneter Preisträger des Unternehmerpreises des Business Clubs Aachen Maastricht 2020.“

Zitat Ende. 

Ergänzen möchte ich nach dieser in der Tat nur bruchstückhaften Aufzählung, dass sich Martin Viessmann auch mit diesem Teil seines Wirkens in besonderer Weise, und passend zum Anspruch seines Unternehmens, um die Gestaltung von Lebensräumen für zukünftige Generationen verdient macht. 

„Lebensraum“ im Sinne der Lebensqualität in der Region – vor allem aber auch mit Blick auf Umwelt und Klima, Stichwort CO². 

Dass dies vor allem den „zukünftigen Generationen“ zugutekommt, versteht sich von selbst. Entsprechendes gilt schon heute für die zahlreichen Projekte zur Förderung von Bildung, Ausbildung, Sport und Kultur aus der Liste, die ich eben hochgehalten hatte. An dieser Stelle sei die Viessmann Akademie beispielhaft hervorgehoben, die Mitarbeitern und Kunden ein breites Spektrum zur persönlichen und beruflichen beziehungsweise geschäftlichen Weiterentwicklung bietet.  

Wieder zeigt sich also: Was Martin Viessmann tut, das tut er richtig und nach Plan.

An diese Stelle darf natürlich auch der Hinweis nicht fehlen, dass der Business Club Aachen Maastricht nicht die erste Institution ist, die auf die Idee gekommen ist, diesem außergewöhnlichen Mann zu ehren. 

  • Bereits 2003 wurde er mit dem Verdienstkreuz 
    1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet 
  • 2011 mit dem Deutschen Gründerpreis für sein Lebenswerk 
  • 2012 mit der Ehrendoktorwürde der University of Wisconsin 
  • und 2013 mit der Ehrenprofessur des Landes Hessen. 
  • 2016 wurde Martin Viessmann von der INTES Akademie für Familienunternehmer als Familienunternehmer des Jahres ausgezeichnet.
  • Für seine herausragenden unternehmerischen Leistungen und sein außerordentliches soziales und kulturelles Engagement erhielt er das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik. 
  • Dass er sich über Jahrzehnte intensiv in „seiner“ IHK Kassel-Marburg eingebracht hat, von 2004 bis 2016 als deren Präsident und danach als Ehrenpräsident, versteht sich in diesem Kontext fast schon von selbst.
  • Zusammen mit seinem Sohn Maximilian erhielt er erst im vergangenen Jahr von der Gesellschaft zur Erforschung des Markenwesens GEM den gleichnamigen Award für, ich zitiere, „ihre vorbildliche, generationsübergreifende Transformation der Marke Viessmann“. Damals hätte ich als Vizepräsident des Markenverbandes die Laudatio halten sollen – daher weiß ich, dass Du auch diese Auszeichnung mehr als verdient hast. Eine sechsstündige Vollsperrung auf der Autobahn führte dazu, dass der GEM-Präsident die Rede vorlesen musste. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, heute noch einmal eine Chance zu bekommen, Dich nun wirklich selber würdigen zu können. 
  • 2020 wurde Martin Viessmann dann gemeinsam mit seinem Sohn vom Handelsblatt in die exklusive “Hall of Fame” für vorbildliche Familienunternehmen aufgenommen. 
  • Und, last but not least: Eine weitere Alleinstellung unter den durch den Business Club Aachen Maastricht Ausgezeichneten genießt er durch eine umfangreiche Sportförderung, insbesondere des Wintersports. Im Deutschen Skiverband ist er das einzige Ehrenmitglied OHNE vorangegangene Funktionärskarriere.

Verehrte Gäste, so viel zum verdienstvollen Wirken unseres heutigen Preisträgers, wiederum ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Gestatten Sie mir zum Schluss noch eine ganz persönliche Bemerkung: 

Lieber Martin, es ist mir eine große Ehre, Dich als meinen Freund bezeichnen zu dürfen, seit vielen Jahren auf Deinen Rat zählen zu können und umgekehrt Mitglied im Beirat Deines Unternehmens gewesen zu sein.

Den Erfolg, der Dir scheinbar so leicht in die Wiege gelegt wurde, hast Du Dir schwer erarbeitet. Bei allem Erfolg und bei allem Wachstum jedoch zeichnet Dich eine außergewöhnliche Bodenständigkeit und Bescheidenheit aus. Du hast überhaupt nichts Überhebliches an Dir, sondern begegnest den Menschen um Dich herum mit unglaublicher Herzlichkeit und Großzügigkeit.

Es gibt aber noch etwas, das neben der zwingend notwendigen Fortune zum Erfolg gehört. Dieses ist das Team, mit dem man zusammenarbeitet. Auch hier setzt Du, lieber Martin, Maßstäbe, denn Du hast es immer verstanden, Dich mit den richtigen und Dich ergänzenden Führungskräften zu umgeben. Und wenn man Dich im Gespräch mit Deinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erlebt, dann kann man spüren, mit welcher Achtung sie Dir einerseits begegnen, Du aber andererseits ihnen auch notwendigen Freiraum gewähren kannst. Auch dazu gehört Größe. Gerade das Loslassen können, fällt so engagierten Unternehmerpersönlichkeiten schwer.

Bei all Deinen vielfältigen Interessen und Aktivitäten ist Dir die Familie das Wichtigste. Du bist mit Herz und Seele Familienunternehmer. Wie es das Wort sagt, werden hier zwei Dinge miteinander gekoppelt, die eigentlich schwer zu verbinden sind nämlich Familie und Unternehmen. Es bezieht sich auf die Eigentümerstruktur eines Unternehmens. Praktisch sieht es deshalb in der Realität der Familie des Unternehmens im Allgemeinen anders aus. Erst kommt das Unternehmen, dann das Unternehmen, dann die Familie. Sie ist die eigentlich leidtragende Komponente, geht es doch bei den Mahlzeiten und selbst in den Ferien häufig hauptsächlich um die Firma. 

Du hast es geschafft, beides in Einklang zu bringen und dass allein ist schon eine große Leistung. Bei Martin Viessmann geht nämlich beides eine sehr besondere Symbiose ein. Denn: Nicht die Verbundenheit zur Natur wie die Jagd, Skifahren, das Segeln oder der Steuerknüppel eines Flugzeuges sind Deine Kraftquelle, denn dazu hast Du Dir bisher viel zu wenig Zeit genommen. Nein, es ist insbesondere Deine liebe Frau Anette, die Dich trägt und Dir immer den Rücken freihält. Ihr gebührt daher heute auch ganz besondere Anerkennung und Gratulation. 

Wenn ich Dich mit einem Satz, lieber Martin, charakterisieren sollte, dann würde ich es vielleicht so auf den Punkt bringen wollen: Was immer Martin Viessmann tut, macht er mit Herzblut, wobei er mit seiner zurückhaltenden Art überall Spuren hinterlässt – sei es in seiner Firma, sei es als IHK-Präsident, sei es in seinem sozialen und ökologischen Engagement oder auch sein erfolgreicher Generationenübergang – für all das wird unser Laureat heute sehr zu Recht geehrt.  

Verehrte Gäste: Der Unternehmerpreis 2020 des Business Clubs Aachen Maastricht geht an ein großes Vorbild, für das Rückgrat unserer deutschen Volkswirtschaft – dem Mittelstand – er geht an den Familienunternehmer: Herrn Professor Dr. Martin Viessmann. 

Lieber Martin, ich gratuliere Dir! Diesen Preis hast Du mehr als verdient. 

Das Unternehmen Viessmann, die Marke und die Personen dahinter, sind ein absolutes Aushängeschild der deutschen Wirtschaft. Umso mehr freue ich mich über die Gelegenheit, Dich, mein Freund, heute sozusagen vom Podium aus einmal öffentlich loben zu können.  

Dir, Deinem Unternehmen und natürlich Deiner lieben Frau Annette und Deiner ganzen Familie rufe ich abschließend ein herzliches „Vivat, crescat, floreat“ zu. 

Danke für Ihrer aller Aufmerksamkeit!  

Unternehmerpreis 2020/21 an Martin Viessmann

 

Unternehmerpreis 2021

Der Business Club Aachen Maastricht e.V. zeichnet Herrn Prof. Dr. Martin Viessmann mit dem 14. Unternehmerpreis aus.

Am 7. Oktober 2021 zeichnet der Business Club Aachen Maastricht e.V. Herrn Prof. Dr. Martin Viessmann, Inhaber des gleichnamigen Unternehmens, mit dem 14. Unternehmerpreis aus. Der Preis wird ihm in einer feierlichen Zeremonie von Prof. Ulrich Daldrup im Krönungssaal des Rathauses in Aachen überreicht werden. Die Laudatio wird Dr. Reinhard Zinkann, Inhaber der Miele Werke, Gütersloh, halten. Trotz noch bestehender Corona Einschränkungen werden über 290 Gäste an der Verleihung teilnehmen.

Das Programm der feierlichen Preisverleihung:

19:00 Uhr Einlass und Sektempfang
20:00 Uhr Beginn der Preisverleihung
– Begrüßung durch Prof. Dr. Ulrich Daldrup
– Grußwort von Armin Laschet, Ministerpräsident das Landes Nordrhein-Westfalen (online)
– Grußwort von Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen
– Begründung der Preisverleihung von Dr. Walter Maassen
– Laudatio von Dr. Reinhard Zinkann
– Übergabe des Preises an Herrn Prof. Dr. Martin Viessmann mit
Empfang

Musikalische Begleitung organisiert vom Symphonieorchester der Stadt Aachen unter der Leitung des GMD Christopher Ward.

Martin Viessmann hat aus dem elterlichen Heizungsbauunternehmen in Allendorf in drei Jahrzehnten ein weltweit führendes Technologieunternehmen aufgebaut, das sowohl Wärme als auch Kälte liefert. Mit 12.300 Mitarbeitern, davon 6.900 in Deutschland, und insgesamt 23 Werken in zwölf Ländern sowie einem Umsatz von fast 3 Milliarden Euro ist Viessmann weltweit führend im Heizungsbau.

Der Name Viessmann ist heute weltweit ein Synonym für innovative Heiz- und Kältetechnik sowie für eine zukunftsweisende Stromversorgung. Seine Kunden, die von ihm modernste Heizkessel, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke und Kühlanlagen erworben haben, haben allein im Jahr 2019 über 500.000 Tonnen CO2 eingespart.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung liegen ihm am Herzen und er weiß, dass das eine ohne das andere nicht geht; dass beides nach Kräften vorangetrieben werden muss, wenn es gelingen soll, Lebensräume für zukünftige Generationen zu gestalten.

Zu seinem umfangreichen sozialen Engagement gehört auch die Gründung der „Viessmann Allendorf Stiftung“ im Jahr 2010, die vor allem im wissenschaftlichen Bereich Einrichtungen und Projekte fördert. Aber auch für die Vielfalt an Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in der Region setzt sich Prof. Viessmann ein.

 

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